Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER
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12.03.2020

Änderungsantrag - Erhalt Sprachheilpädagogisches Förderzentrum (Sprachheilschule) Schwerin

Beschlussvorschlag
Die Stadtvertretung möge beschließen:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, sich nochmals auf Landesebene für den Erhalt des Sprachheilpädagogischen Förderzentrums (Sprachheilschule) in Schwerin einzusetzen und diese Position der Stadtvertretung gegenüber der Landesregierung deutlich zum Ausdruck zu bringen.

Ergänzende Begründung
Nach Plänen des Landesbildungsministeriums soll an der Aufhebung des Sprachheilpädagogischen Förderzentrums Schwerin zum 31. Juli 2020 festgehalten werden und die Schüler statt dessen an normalen Grundschulen unterrichtet werden.

Derzeit werden rund 140 Schüler, davon rund ein Drittel aus der Region Westmecklenburg, im Sprachheilpädagogischen Förderzentrum Schwerin auf dem Großen Dreesch durch speziell ausgebildete Fachkräfte in kleinen Klassen unterrichtet und so auf den Übergang zu den Regel-schulen nach der Klasse 4 erfolgreich vorbereitet. Durch diese Form der Förderung wird die Inklusion dieser Kinder erst möglich. Für den Erhalt der Sprachheilschulen spricht auch die Tat-sache, dass der Anteil von Kindern mit sprachheilpädagogischem Förderbedarf sich von 2004 (6,9%) bis 2014 mehr als verdreifacht (22,1%) hat; er ist damit signifikant steigend. Diese Kinder haben ein nicht zu unterschätzendes Handicap: Stammeln, Stottern und andere Sprachprobleme sind nicht nur die Ursache für Lernbeeinträchtigungen, sondern führen auch nicht selten zu Hänseleien oder Ausgrenzungen. Der pädagogische Ansatz, sie zunächst fit zu machen, damit sie in Regelschulen zurecht zu kommen, hat sich jahrzehntelang bewährt und sollte aus fiskalischen Gründen nicht geopfert werden.

 08_2020-03-12_Änderungsantrag Erhalt Sprachheilpädagogisches Förderzentrum (Sprachheilschule) Schwerin.pdf


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