Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER
parteilos • bürgernah • kompetent


Presseartikel


Zurück zur Übersicht

18.02.2021

UB-Fraktion wirbt für Schwerin als Wirtschaftsstandort; Strauß: „Auf unseriöse Investoren können wir jedoch verzichten“

Die Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER nimmt die jüngsten Äußerungen von Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) zu AMAZON zum Anlass, um für Schwerin als Wirtschaftsstandort zu werben. Gleichzeitig weisen die UNABHÄNGIGEN Vorwürfe zur Wirtschaftsfeindlichkeit von Teilen der Stadtgesellschaft und den Vergleich zu dem gescheiterten GOEKE-Projekt aus 2018 als unberechtigt zurück.

„Es ist legitim, wenn Menschen international operierende Großkonzerne, die Steuerminimierungsstrategien praktizieren und mit dem Versandgeschäft auch für Umweltbelastungen mitverantwortlich sind, kritisieren. Es ist auch zu akzeptieren, wenn Menschen die Ansiedlung von AMAZON in Schwerin ablehnen. Fakt ist aber: Eine deutliche Mehrheit der Kommunalpolitik – auch wir von der UB-Fraktion - hat nach intensiver Abwägung entschieden, dieser Ansiedlung trotz der Bedenken und Kritik zuzustimmen. Daran wird sich nichts ändern. Deswegen ist es unnötig, dass Oberbürgermeister Badenschier jetzt öffentlichkeitswirksam die Keule der Wirtschaftsfeindlichkeit schwingt und damit Menschen diskreditiert, die sich für Umweltfragen oder faire Löhne einsetzen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Silvio Horn.

Die Ansiedlung von AMAZON sei insbesondere wegen der Schaffung von 130 Arbeitsplätzen gut für Schwerin. Jedem Kommunalpolitiker sei bei der Entscheidung klar gewesen, dass das Unternehmen bei einer Ablehnung der Ansiedlung ins Umland von Schwerin gehe.

Als nahezu grotesk bewerten die UNABHÄNGIGEN, dass Oberbürgermeister Badenschier die Amazon-Ansiedlung gleichstellt mit dem 2018 geplanten Vorhaben des Lübecker Investors Goeke, der sich für das Grundstück des ehemaligen Straßenverkehrsamtes am Ziegelsee interessiert hatte. „Dieser Vergleich stößt bei mir auf absolutes Unverständnis. Die Aussage Badenschiers, der Investor sei seinerzeit „durch eine Negativ-Kampagne abgeschreckt worden“, kann so nicht stehen gelassen werden. Richtig ist, dass der Lübecker Investor an dem Standort Güstrower Straße eine sogenannte „Roboterfirma" errichten und dieses Industrieinvestment mit dem Verkauf von Wohnungen unmittelbar am See vorfinanzieren wollte. Im Übrigen schrumpfte die großspurig angekündigte Anzahl der Arbeitsplätze auf 10 und nicht wie jetzt bei Amazon über 100. Insoweit war dieser Investor für uns von Anfang an unseriös. Auf solche Investoren können und sollten wir als Stadt dann auch verzichten“, so Stadtvertreter Manfred Strauß.

Auf Initiative der Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER wurde statt einer Goeke-Ansiedlung im Herbst 2018 am Standort ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung einer Marina mit Wassertankstelle am Ziegelaussensee gefasst. Die Konzeptvorstellungen der Investoren sollen demnächst beginnen.

 69_UB-Fraktion wirbt für Schwerin als Wirtschaftsstandort_18.02.2021.pdf
 69_UB-Fraktion wirbt für Schwerin als Wirtschaftsstandort_18.02.2021.pdf


Zurück zur Übersicht