Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER
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28.08.2019

UB-Fraktion sieht erheblichen Handlungsbedarf der Stadt in Sachen Inklusion - Barrierefreies „Sonderangebot“ für Ausstellung „Sommermuseum“ zeigt Systemversagen

Das Angebot der Stadtverwaltung, die derzeitige Ausstellung „Sommermuseum“ im nicht barrierefreien Säulengebäude für einige wenige Tage auch im Schleswig-Holstein-Haus zu zeigen, stößt bei der Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER auf Kritik. Nach Auffassung von Stadtvertreterin Dr. Sabine Bank könne diese Offerte bei aller guter Absicht nicht ansatzweise darüber hinwegtäuschen, dass bei der Stadtverwaltung der Inklusionsgedanke nicht ge-lebt wird. „Wir fragen uns angesichts dieses Vorfalls ernsthaft, welchen Stellenwert die Inklusion in der Stadtverwaltung hat. Wie kann es sein, dass offenbar niemand im Stadthaus bemerkt, dass man eine große Bevölkerungsgruppe ausgrenzt und damit gegen die UN-Menschenrechtskonvention verstößt. Und hierbei meinen wir nicht nur körperlich Behinderte, sondern all diejenigen, die mobilitätseingeschränkt sind. Es ist für uns schlicht nicht hinzunehmen, wenn der Oberbürgermeister und selbst die städtische Behindertenbeauftragte hierzu anhaltend schweigen. Wir haben bislang nur Ausreden und halbherzige Erklärungs-versuche gehört, wieso unter anderem an die Rechte von Behinderten bei diesem Vorhaben nicht gedacht wurde. Es wird Zeit für eine Entschuldigung“, so Dr. Bank.

Dass nun eine Sonderausstellung zur Sonderausstellung geplant ist, zeige zwar, dass die Stadt den Fehler erkannt hat. Dennoch müsse der Lösungsansatz erneut verwundern. Er zeige beispielhaft das Systemversagen, so Dr. Bank. „Denn durch die Sonderausstellung werden behinderte und mobilitätsbeschränkte Menschen erneut ausgegrenzt und separiert. Es wird nach dem Motto verfahren: Hier haben wir für euch was ausgewählt. Genau das will die UN-Konvention für Behindertenrechte aber eben nicht, sondern GLEICHBERECHTIGTE Teilhabe! Die Menschen sollen selbstbestimmt entscheiden und handeln können und nicht mit Teilangeboten abgespeist werden. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, endlich den Inklusionsgedanken zu leben und nicht ständig dagegen zu verstoßen.“



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