Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER
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05.09.2019

UB-Fraktion will Rechte der Tagesmütter stärken - Strauß: Beteiligung der Betroffenen muss sichergestellt werden

Seit Jahren setzt sich die Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER für eine leistungsgerechtere Vergütung der Tagesmütter ein und kritisiert u.a. die intransparente und fehlerhafte Berechnung der Entgelte durch die Stadtverwaltung. Die UNABHÄNGIGEN haben zuletzt im Frühjahr diesen Jahres einen Antrag zur Stärkung der Tagesmütter vorgelegt, wonach eine automatische Anpassung der Entgelte gemäß der Tarifanpassung im öffentlichen Dienst erreicht werden soll. Im Hauptausschuss dieser Woche musste die Verwaltung einräumen, die betroffenen Tagesmütter bei der Vorlage einer neuen Entgeltsatzung für Kindertagespflege nicht korrekt angehört zu haben. Die Vorlage wurde auf Drängen mehrerer Fraktionen daher abgesetzt.

„Ich bin mehr als überrascht, mit welcher Ignoranz die Verwaltungsspitze mit den Tagesmüttern umgeht. Es werden Mails zur Anhörung verschickt, die kurze Zeit ohne Angaben von Gründen widerrufen werden. In der Verwaltungsvorlage für die Stadtvertretung heisst es dann lapidar, eine Beteiligung habe stattgefunden. Erst als unsere Fraktion beim Oberbürgermeister interveniert, gibt es eine erneute Anhörung mit einer unerhörten Frist von nur 24 Stunden. Dieses Vorgehen ist eine Missachtung der Kindertagespflegepersonen und wird von uns so nicht hingenommen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manfred Strauß. Die Verwaltungsvorlage wurde am Mittwoch dieser Woche im zuständigen Jugendhilfeausschuss folgerichtig abgesetzt. „Ursprünglich sollten die Tagespflegesätze zum 01.10.2019 neu festgesetzt werden. Durch die Verschiebung sollen den Tagesmüttern auf keinen Fall finanzielle Einbußen entstehen. Um dem entgegenzuwirken, werden wir im Falle eine positiven Entscheidung auf eine rückwirkende Erstattung drängen“, so Strauß.

Nach Ansicht der UNABHÄNGIGEN BÜRGER würde eine automatische Übernahme der Tarifergebnisse des öffentlichen Dienstes angemessen sein und würde zugleich Verwaltungsaufwand sparen. Bislang gäbe es bei den Kindertagespflegepersonen zudem nur eine „Einheitsvergütung“, obwohl es Tagesmütter gibt, die eine Randzeitenbetreuung oder gar eine Betreuung über Nacht ermöglichen, ohne dass dies honoriert würde. Dies sei jedoch bei solchen individuellen Betreuungsmodellen in Kindertageseinrichtungen gängige Praxis. Auch Berufserfahrung und Qualifizierung sollten bei der Vergütung eine Rolle spielen. Die Unabhängigen Bürger plädieren für die Entgeltgruppe S4.

 10_UB-Fraktion will Rechte der Tagesmütter stärken_05.09.2019.pdf


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