Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER
parteilos • bürgernah • kompetent


Presseartikel


Zurück zur Übersicht

28.03.2019

UB-Fraktion alarmiert über Lehrermangel - Thema auf Stadtvertretung; Horn schlägt Überführung staatlicher Schulen in Kommunale Trägerschaft vor

Die Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER ist alarmiert wegen der zunehmenden Berichte über Lehrermangel und die schlechte Informationspolitik des Staatlichen Schulamtes Schwerin. Nicht nur an der Astrid-Lindgren- und der Erich-Weinert-Schule gibt es fehlendes Personal, das unter anderem zu Klassenzusammenlegungen führt. Auch im bald zu eröffnenden neuen Weststadtcampus wird es wohl wegen des Lehrermangels keine 7. Klassen geben. Zur nächsten Sitzung der Stadtvertretung ist dieses Thema von den UNABHÄNGIGEN auf die Tagesordnung gesetzt.

„Die Eltern der Landeshauptstadt sollten langsam über Demonstrationen vor dem Bildungsministerium nachdenken, denn offensichtlich gibt es keinen Plan, wie man eine angemessene Ausstattung mit Lehrkräften an Schweriner Schulen sicherstellen kann. Die Folgen sind Unterrichtsausfall und wie jetzt geschehen Klassenzusammenlegungen an der Weinertschule. Dass man dabei die Eltern und Kinder noch nicht einmal vernünftig informiert, sondern nur, wenn die Entscheidung bereits feststeht, lapidar Serienbriefe verteilt, ist ein Unding. Beteiligungsrechte der Eltern erschöpfen sich nicht im Kuchenbacken für den Schulbasar!“, so der Fraktionsvorsitzende Silvio Horn.

An die Fraktion UNABHÄNGIGE BÜRGER haben sich auch Eltern gewandt, weil beim neuen Weststadtcampus keine 7. Klassen eröffnet werden. „Im November 2018 wurden noch Hoffnungen in diese Richtung geweckt und um Anmeldungen geworben. Nun heißt es: 7. Klassen werden nicht aufgemacht. Auch hier soll Personalmangel die Ursache sein“, berichtet Horn. „Der Oberbürgermeister muss in der Frage der Unterrichtsversorgung dringend beim Land vorstellig werden, so geht das nicht weiter!“

Einen möglichen Lösungsansatz sehen die UNABHÄNGIGEN BÜRGER in der Überführung staatlicher Schulen in kommunale Trägerschaft. „Wir sind der Meinung, Bildung gehört in eine Hand. Denn anders als Schulen in privater Trägerschaft sind staatliche Schulen immer in mehrfacher Verantwortung organisiert: Für Gebäude, Hausmeister und Sekretärinnen ist die Stadt zuständig; das Lehrerpersonal untersteht wiederum dem Land, ohne dass wir als Stadt Einfluss haben. Und der Hort an Schulen schließlich – der untersteht personell und vom Gebäude her einem weiteren Träger, z.B. der Kita GmbH. Statt dieses organisatorischen Wirrwarrs können wir uns gut vorstellen, dass die Kommune eigene Schulen betreibt, in der alle Verantwortung gebündelt ist. Für Eltern gäbe es einen Ansprechpartner und nicht drei. Bei Problemen mit dem Personal – wie derzeit an mehreren Schulen in Schwerin – gäbe es eine klare Verantwortung der Stadt selbst und kein Verstecken hinter fehlender Zuständigkeit. Auch könnte die Stadt bei Personalmangel selbst aktiv werden und mit Standortangeboten eigene Anreize setzen, anstatt vom Land abhängig zu sein. Was bei privaten Trägern möglich ist, muss grundsätzlich auch für staatliche Schulen umsetzbar sein“, so Horn.

 198_UB-Fraktion alarmiert über Lehrermangel - Thema auf Stadtvertretung_28.03.2019.pdf


Zurück zur Übersicht